Die Stadtmauer bedeutet für viele Städte ein wichtiges Befestigungselement, das die Stadtgrenze darstellt, und dem Schutz der Stadt dient.

Die Stadtmauer mit dem Graben wurde schon im Urbarbuch zum Jahre 1381 erwähnt, aber gemäß der örtlichen Tradition wurde die Stadtbefestigung schon im Jahre 1304 gebaut. Seit dem Jahre 1571 wurde die Befestigungsanlage rekonstruiert, in den Jahren 1599- 1602 unter der Leitung von Meister Marx Vlach (Spazius) erbaut. Die Stadtmauer wurde bis das Jahr 1774 gepflegt, wann es zu einem Stadtbrand kam, nach dem sie teilweise ausverkauft, teilweise niedergerissen wurde, und die Gräben wurden zugeschüttet.

Auf der Südseite war die Stadtmauer mit der Einfriedungsmauer des Friedhofs um die Kirche verbunden. Sie ist noch heute in der südlichen Wand des Dekanatsgebäudes und eines kleinen Hauses, Beschreibungsnummer 85, erhalten geblieben. In dem Dekanatsgebäude ist auch der Torso des prismatischen Turmes erhalten geblieben. Daseingesetzte Treppentürmchen stammt wohl aus der Renaissance.

Auf der Ostseite Richtung Norden ist die Stadtmauer zwischen den Häusern Beschr. - Nr. 67 und Beschr. - Nr. 388 (Gebäude der wirtschaftlichen Mittelschule) gut sichtlich, weiter kann man sie wie die Einfriedungsmauer hinter den Häusern Beschr. - Nr. 67, 66 und 65 beobachten, wo sie die hintere Umfassungsmauer des ursprünglichen Feuerwehrhauses (jetzt einer Gebrauchtwarenhandlung) bildet. Hier befindet sich ein erhaltener Torso des nächsten prismenförmigen Turmes, der heute einen Bestandteil des Gebäudes Beschr. - Nr. 56 bildet.

Auf der Nordseite ist die Stadtmauer während der letzten hundert Jahren verschwunden, ein Teil der Fundamente wurde beim Bau des neuen Postgebäudes im Jahre 1977 gefunden.

Auf der nordöstlichen Seite sind Reste der Befestigung hinter der ehemaligen Molkerei erhalten geblieben, wo es wieder einen erhaltenen Torso des prismenförmigen Turmes und Torso des „ Henker - Pförtchens" gibt.

Ausgenommen der prismenförmigen Türme standen in der Schanzmauer zuerst zwei, später drei Eingangstore. In der Hauptachse befanden sich das Obere und das Untere Tor. Das Obere Tor mit dem Turm war in der Straße situiert, die heute Straße der Tschechoslowakischen Armee heißt, neben dem alten Postgebäude, Beschr. - Nr. 67 (das Gebäude der wirtschaftlichen Mittelschule), und wurde im Jahre 1837 niedergerissen. Das Untere Tor befand sich in der Míru - Straße, es stand am Haus Beschr. - Nr. 35, und wurde im Jahre 1931hinuntergebracht, der runde Turm dafür, von dem das Tor geschützt wurde, wurde im Jahre 1888 niedergerissen. Das dritte Tor, das so genannte Neue Tor, wurde erneut im Jahre 1792 in der Husova – Straße im Empirestil gebaut, wobei seine Reste erst im Jahre 1947 geräumt wurd